Großmeister
Seit dem frühen 12. Jahrhundert werden die Obersten des Johanniterordens mit dem Rang eines "Großmeisters" gewürdigt. Ebenso wurde der anfänglich gerühmte, später verrufene Templerorden (1119 gegründet, 1312 von Papst Clemens V. aufgelöst) von einem "Großmeister" angeführt und auch in der Freimaurerei (seit dem 17. Jhdt.) tragen Vorsitzende von Großlogen diesen Rang.
Offensichtlich diesen jahrhundertelangen Traditionen entlehnte Zar Nikolaus II., der letzte der Dynastie Romanow-Gottorf und Schirmherr des Internationalen Schachturnieres zu St. Petersburg 1914, diese Würde und ernannte die ersten fünf des Turnieres zu "Großmeistern". Es waren Lasker, Capablanca, Aljechin, Tarrasch und Marshall, die sich als erste Schachspieler dieses Titels erfreuen durften.
Unzählige Schachspieler kämpften und kämpfen seither um den Titel, der heutzutage nur noch von der FIDE zugesprochen wird. Stehen in einer Auslosung eines x-beliebigen Turnieres die Zauberbuchstaben "GM", so löst dies unter Schachpielern noch immer Anerkennung und Ehrfurcht aus.
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| Alexander Aljechin | Emanuel Lasker | Jose Raoul Capablanca | Frank James Marshall | Siegbert Tarrasch |





