Sprüche und Zitate
„Das Schachspiel ist ein See, in welchem eine Mücke baden und ein Elefant ertrinken kann“ Indisches Sprichwort
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Der Taktiker muss wissen, was er zu tun hat, wenn es etwas zu tun gibt; Der Stratege muss wissen, was er zu tun hat, wenn es nichts zu tun gibt.“ Eugène Tartakower
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Es kommt nicht darauf an, nach dem besten Zuge zu suchen, sondern nach einem vernünftigen Plan zu spielen“ Eugène Tartakower
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Man wirke der falschen Auffassung entgegen, als ob jeder Zug Unmittelbares zu leisten habe; auch Werte- und Ruhezüge haben ihre Existenzberechtigung.“ Aaron Nimzowitsch
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Ich glaube, dass das Schachspiel einen Zauber besitzt, der auch im hohen Alter hilft. So vergisst man bei einer Schachpartie das rheumatische Knie, und auch andere Ereignisse können im Vergleich mit einer Katastrophe am Schachbrett ganz unwichtig aussehen. Ein Besuch im Schachverein hält einen frisch, und besonders der Kontakt mit der jungen Generation kann neue Impulse geben.“ Vlastimil Hort in „Schach ist das Leben“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Ich kenne kein Schauspiel auf der Welt, das 3000 Personen fünf Stunden lang in Atem halten kann. Unbewegt und in Gedanken versunken, wie die hieratischen Schauspieler einer japanischen Kabuki-Aufführung, sitzen sich die Spieler gegenüber.“ Fernando Arrabal über die Moskauer Meisterschaften.
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Es ist im Leben wie im Schachspiel: Wir entwerfen einen Plan; dieser bleibt jedoch bedingt durch das, was im Schachspiel dem Gegner, im Leben dem Schicksal zu tun belieben wird.“ Arthur Schopenhauer in „Parerga und Paralipomena“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Man kann eine Schachpartie nur gewinnen, wenn das Gleichgewicht gestört ist. In einer Stellung mit ungestörtem Gleichgewicht ist auch das größte Genie hilflos - in der Stellung steckt dann eben kein genialer Einfall.“ Wilhelm Steinitz
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Das Schachspiel besitzt den wunderbaren Vorzug, durch Bannung der geistigen Energien auf ein engbegrenztes Feld selbst bei anstrengendster Denkleistung das Gehirn nicht zu erschlaffen, sondern eher seine Agilität und Spannkraft zu schärfen.“ Stefan Zweig in „Schachnovelle“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Ich glaube, ich spiele etwa so, wie Jack Dempsey boxte. Gleich beim Gang zur ersten Runde begann Dempsey auf seinen Gegner einzuschlagen und ließ ihn nicht mehr zur Besinnung kommen.“ Frank Marshall über seinen publikumswirksamen Stil
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
Savielly Tartakower skizzierte die Entwicklung des Schachs einmal so: „Der König ist die schwächste Figur!“ proklamierte Morphy und griff ihn an und gewann. „Der Bauer ist die schwächste Figur!“ proklamierte Steinitz, griff ihn an und gewann. „Alles ist schwach, alles kann schwach gemacht werden!“ proklamieren die Jungen, greifen alles an und gewinnen. Daraus entwickelte sich wohl eine seiner Tartakowerismen: „Schachgesetze sind dazu da, um überholt zu werden!“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Man lernt nur durch Fehler“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Der zweitbeste Zug ist oft der einzig richtige“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Im Schach gibt es nur einen Fehler: Überschätzung des Gegners. Alles Andere ist entweder Unglück oder Schwäche.“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Der König würdevoll, bedächtig. Zwar wichtig, doch nicht immer mächtig.“ Christian Morgenstern
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Der beste Zug im Schach, wie im Leben, ist stets - der gemachte.“ Savielly Tartakower
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Um ja nicht auf Verlust zu stehen, verliert mancher die Partie.“ Savielly Tartakower
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Der Freibauer hat für mich eine Seele, genau wie der Mensch, Wünsche, die unerkannt in ihm schlummern, und Befürchtungen, von deren Existenz er selbst kaum ahnt.“ Aaron Nimzowitsch
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Die Bauern sind die Seele des Schachspiels.“ Francois André Philidor
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Arme Menschen! Wie gleicht ihr in allen euren Unternehmungen dem Schachspieler, der ‚die Parte‘ hätte gewinnen können... Jede Schuld rächt sich - am Schachbrett.“ Savielly Tartakower
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Schach und Theater - das sind die Künste der Dissidenten, der Mystiker und Andersgläubigen, der Libertären und Propheten, der Fischers und Ionescos, Morphys und Kortschnojs.“ Fernando Arrabal
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Schach ist ein Sport. Ein gewalttätiger Sport... Wenn es überhaupt etwas ist, dann ist es Kampf.“ Marcel Duchamp
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Jeder leidlich begabte Spieler, er braucht keineswegs hervorragend veranlagt zu sein, kann es zum Meister bringen. Aber das ist ja auch gar nicht nötig! Der richtige Standpunkt ist es, zu seinem Vergnügen zu spielen, und man glaube ja nicht, dass der Genuss proportional dem Können sei.“ Siegbert Tarrasch
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Sehr viele beherrschen heutzutage das große Einmalseins des Schachspiels und kennen sogar dessen Logarithmentafeln auswendig - deshalb sollte man hin und wieder zu beweisen trachten, dass zwei mal zwei auch fünf sein kann.“ Michail Tal
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Der gute Spieler hat immer Glück.“ José Raul Capablanca
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Der Verlierer ist immer schuld.“ Wassily Panow
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Die Natur hat uns das Schachbrett gegeben, aus dem wir nicht hinauswirken können noch wollen; sie hat uns die Steine geschnitzt, deren Wert, Bewegung und Vermögen nach und nach bekannt werden; nun ist es an uns, Züge zu tun, von denen wir uns Gewinn versprechen; dies versucht nun ein jeder auf seine Weise und lässt sich nicht gern einreden.“ Gothe in ‚Schrift zur Naturwissenschaft“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Eine Drohung ist stärker als eine Ausführung.“ Savielly Tartakower
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„In einigen Fällen dient das Schachspiel der Befriedigung von Größenphantasien, in anderen ist es eine unter anderen Formen intellektueller Betätigung, von denen es sich insofern unterscheidet, als es größere libidinöse Befriedigung verschafft als die normalen Tätigkeiten des Intellektuellen.“ Reuben Fine
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Die Großmeister kochen auch nur mit Wasser, wenn auch mit heißerem als wir.“ Andreas Dückstein
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Das Schachspiel, diese wunderbare Gabe aus dem Morgenlande, nicht nur das edelste und schönste aller Spiele ist, sondern, auch an der Grenze von Spiel, Kunst und Wissenschaft stehend, zu den größten geistigen Genüssen gehört, diese Behauptung wird jeder Schachspieler gerne bestätigen.“ Siegbert Tarrasch
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Es ist für den Ernst zu viel Spiel und für das Spiel zu viel Ernst.“ Gotthold Ephraim Lessing
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Spielzeuge sind wir, wie’s dem Himmel gefällt. Das ist wahr, kein Gleichnis; das Schachbrett der Welt sieht etwas uns spielen, bis eins nach dem andern zurück in den Kasten des Nichtseins fällt.“ Omar Chaijam, perischer Dichter (1048-1131)
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Ich suche im Schach immer etwas Eigenes. Riskantes Spiel im Stile schachlicher Musketiere ist nicht meine Sache, auch wenn es vielen Freunden scharfer Wendungen gefällt.“ Anatoli Karpov 1984 in ‚Schach‘
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Zum Schachspiel - diesem Berechnungsspiel par exzellence! - gehört Glück und Glück und noch einmal Glück!“ Savielly Tartakower
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Das Publikum macht sich im allgemeinen kaum klar, dass die für hartes Wettkampfschach erforderliche geistige Anspannung die körperliche Leistungsfähigkeit der Spieler in höherem Maße beansprucht als schwerathletische Übungen. Ein angesehener Arzt in Havanna, den ich während meines letzten Wettkampfes in Havanna konsultierte, sagte zu mir: ‚Ich habe mich als Amateur überanstrengt, sowohl beim Schach als auch in der Turnhalle, und ich kann mir nichts vorstellen, das alle lebenswichtigen Organe zugleich - Gehirn, Herz, Nieren und Leber- so belasten, wie die Erregung beim Schachspielen unter den Augen eines kritischen Publikums.‘ “ Wilhelm Steinitz
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Wer die Hand bewegt und nicht zurückzieht ist ein großer Mann. Der schweigende Zuschauer ist ein wahrer Edelmann.“ Chinesisches Sprichwort
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
„Die wichtigste Gabe, die ein großer Schachspieler haben muss, ist meiner Meinung nach eine üppige Phantasie. Er muss in der Lage sein, sich aus der Welt aufdringlicher Realitäten in einen Bereich seltsamer Gestalten und Formen zurückzuziehen, die er miteinander kombiniert, um neue, nie da gewesene Situationen zu schaffen.“ Reuben Fine
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
Bobby Fischer auf die Frage, was ein großer Schachspieler braucht: „Gutes Gedächtnis, Konzentration, Phantasie und einen sehr starken Willen.“
Aus: Finkenzeller, Ziehr und Bührer, „Schach“
