Gedichte
Welt ist ein Schachbrett, Tag und Nacht geschrägt,
Wo Schicksal Menschen hin und her bewegt,
Sie durcheinander schiebt und schlägt,
Und nachher in die Schachtel legt.
Omar der Zeltmacher
Aus Schubirz & Brinkmann, „Schachgeschichte(n)“
Ein Spieler muß han leichten Mut.
Verliert er, muß er´s nehmen gut,
nicht Zorn, nicht Schwur, kein böser Fluch
entfahr ihm! Nur sein Glück er such´.
Sebastian Brant (1458)
Aus: Kiefer, „Das Schachspiel in Literatur und Kunst“.
Ein Spiel, ein Sport?
Kunst oder Wissenschaft?
Was kümmert uns,
wie andere es nennen!
Nicht zählt das Wort,
der Geist
und seine Kraft
bezaubert - und
läßt uns im Schach
die Welt
erkennen.
Aus Schubirz & Brinkmann, „Schachgeschichte(n)“
